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6 legale Steuer-Tricks, die normale Menschen jedes Jahr vergessen

  • 13. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Die meisten Deutschen verschenken jedes Jahr Hunderte oder sogar Tausende Euro ans Finanzamt — komplett freiwillig. 

Und nein: Dafür musst Du weder reich noch selbstständig sein. 

Heute zeigen wir Dir 7 völlig legale Dinge, die fast niemand richtig nutzt. 

Einige davon dauern weniger als 2 Minuten in der Steuererklärung. 


Homeoffice 


Viele denken: “Ich brauche ein eigenes Arbeitszimmer.” 

Falsch. 

Das war früher mal so, aber seit Home Office viel verbreiteter ist, braucht’s das gar nicht mehr. 

Wenn Du ein abgetrenntes Arbeitszimmer hast, das Du nur zum Arbeiten nutzt und das der Mittelpunkt Deiner Tätigkeit ist, dann hast Du es nur am leichtesten. 

Denn dann kannst Du mittlerweile einfach eine Jahrespauschale von 1.260 € dafür ansetzen, ohne irgendwelche tatsächlichen Kosten nachweisen zu müssen. 

Wenn Du denkst, Deine Kosten sind höher, kannst Du auch mehr absetzen, musst aber dann alles einzeln nachweisen. 

Sehr viel komplizierter ist es aber auch dann nicht, wenn Du kein eigenes Arbeitszimmer hast oder der Mittelpunkt Deiner Arbeit nicht bei Dir zuhause ist. 

Denn dann kannst Du stattdessen die Home Office Pauschale nutzen. 

Das sind 6 € pro Tag für maximal 210 Tage im Jahr, also in Summe auch 1.260 €. 

Da musst Du aber die Anzahl der Tage im Zweifel nachweisen können. 

Am einfachsten geht das mit einer Bestätigung von Deinem Arbeitgeber. 


Kostenpauschalen 


16 € pauschale Kontoführungsgebühr - lächerlich klein, kostet aber genau gar keinen Aufwand und wird im Normalfall einfach durchgewunken. 

Aber damit noch nicht genug – dasselbe geht auch mit der Arbeitsmittelpauschale von 110 € pro Jahr und mit Telefonkosten von 20 % der tatsächlichen Kosten, maximal 20 € pro Monat, also 240 € im Jahr. 

Diese Pauschalen werden aus Vereinfachungsgründen in der Regel akzeptiert, ohne dass Du irgendwelche Nachweise erbringen musst. 

 

Reisekosten

 

Reisekosten – sowohl Fahrtkosten als auch Verpflegungsmehraufwandspauschalen – kannst Du für alles mögliche geltend machen, was mit Deinem Job zu tun hat. 

Nicht nur für die Dienstreise, sondern auch für Fortbildungen, die Abendschule, Lerngruppen, Prüfungstermine, Bewerbungen. 

30 Cent pro gefahrenem Kilometer kannst Du für die Fahrten eintragen. 

Für Tage, an denen Du mindestens 8 Stunden außerhalb von zuhause und außerhalb Deiner normalen Arbeitsstelle unterwegs bist, gehen 14 €. 

Bei mehrtägigen Reisen gehen für den An- und Abreisetag immer 14 €, egal wie viele Stunden Du unterwegs bist. 

Und für volle 24 Stunden gibt’s 28 €. 


Handwerkerkosten 


Das Finanzamt beteiligt sich literally daran, dass jemand Deine Wohnung renoviert. 

Die Arbeits- und Fahrtkosten kannst Du nämlich zu 20 % direkt von Deiner Steuerlast abziehen. 

Und das auch, wenn Du den Handwerker nicht selbst beauftragt hast, sondern Dein Vermieter. 

Denn auch Deinen Kostenanteil für Handwerker und andere haushaltsnahe Dienstleistungen wie die Treppenhausreinigung aus der Nebenkostenabrechnung kannst Du ansetzen. 


Equipment 


Laptop, Maus, Bildschirm, Bürostuhl — selbst anteilig privat genutzt oft relevant. 

Richtest Du Dir Dein Home Office ein und trägst die Kosten selbst, solltest Du daran also unbedingt bei Deiner Steuererklärung denken. 

Achtung: Bei teuren Anschaffungen kann es sein, dass Du die Kosten nicht sofort in voller Höhe absetzen kannst, sondern abschreiben musst. 

Das bedeutet Du verteilst die Kosten über mehrere Jahre. 

Wie das geht, haben wir Dir schon mal in einem anderen Video gezeigt, das wir Dir in der Videobeschreibung auf YouTube verlinkt haben. 


Umzugskosten 


Viele wissen nicht mal, dass ein berufsbedingter Umzug steuerlich interessant sein kann. 

Ziehst Du aber für einen neuen Job um, kannst Du entweder die tatsächlichen Kosten mit Nachweisen ansetzen oder Du machst es dir leicht und nutzt die Umzugskostenpauschale. 

964 € für Dich selbst und 643 € für jede weitere Person in Deinem Haushalt. 

Und musst Du sogar eine Zweitwohnung anmieten, weil Du nicht umziehen kannst, solltest Du besonders genau hingucken. 

Du kannst nicht nur bis zu 1.000 € pro Monat für die Unterkunft absetzen, sondern auch noch eine Heimfahrt pro Woche mit den 30 Cent pro gefahrenem Kilometer und für die ersten drei Monate sogar die Verpflegungsmehraufwandspauschalen. 

Da kommt richtig was zusammen! 


Bonus Tipp 


Finanziell noch mehr holst Du raus, wenn Du bei Deinem Chef abklopfst, ob er nicht was von diesen Kosten für Dich übernehmen kann. 

Denn viele von diesen Dingen kann Dein Chef Dir steuer- und sozialversicherungsfrei zahlen. 

So hast nicht nur Du mehr Geld, sondern Dein Chef spart auch gegenüber einer normalen Gehaltserhöhung. 

Wenn Du dazu mehr wissen willst, dann schau mal in die Videobeschreibung auf YouTube, da findest Du eine Playlist, die Dir alles erklärt, was Du wissen musst. 

Und wenn Du kein Geld mehr verschenken willst, dann denk ans Abo auf YouTube!




Hinweis: Bei unseren Videos und Beiträgen handelt es sich nicht um steuerliche Beratung. Auch erheben unsere Videos und Beiträge keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir formulieren hier einfach und verständlich, daher erheben wir auch keinen Anspruch auf steuerrechtlich vollkommen korrekte Begrifflichkeiten. Für steuerliche Beratung wendet euch bitte an euren Steuerberater.




 
 
 

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