Warum Reiche weniger Steuern zahlen als Du
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Wenn du angestellt bist, zahlst Du wahrscheinlich prozentual mehr Steuern als manche Millionäre.
Klingt unfair?
Willkommen im deutschen Steuersystem.
Heute erklären wir Dir das ohne langweilige Fachbegriffe — und danach wirst Du verstehen, warum Vermögen oft wichtiger ist als Gehalt.
Das Problem mit Arbeit
Arbeitseinkommen wird sofort besteuert und verbeitragt.
Direkt vom Lohn.
Das heißt es bleibt direkt deutlich weniger über, um damit in andere Dinge zu investieren, die dann neues Einkommemn generieren können.
Je nachdem, in was Du investierst, kannst Du das aber auch wieder von der Steuer absetzen – zum Beispiel wenn du eine Immobilie zum Vermieten kaufst – aber trotzdem ist es liquiditätsmäßig natürlich erst mal ein Nachteil, wenn man Dinge aus dem Netto finanzieren muss.
Vermögen funktioniert anders
Reiche verdienen ihr Geld oft nicht primär durch Gehalt — sondern vor allem durch Unternehmen.
Und Investitionen innerhalb des Unternehmens oder Reinvestitionen in das eigene Unternehmen können in der Regel vom Gewinn abgezogen werden.
Es bleibt also weniger Gewinn übrig, der dann versteuert wird.
Hier sind Investitionen also oft aus dem Brutto möglich.
Wichtig ist aber zu verstehen, dass oft dann im zweiten Schritt noch mal Steuern anfallen, wenn man Geld aus dem Unternehmen in die eigene, private Tasche bringen will.
Zum Beispiel wenn man ein Gehalt oder eine Gewinnausschüttung bekommt.
Und dann ist die relative Belastung da auch wieder hoch.
Aber das Geld, das man nicht privat verkonsumieren muss, kann oft einfach günstiger weiterarbeiten und funktioniert dementsprechend wie ein Katalysator.
Der psychologische Mindfuck
Viele denken: “Wenn ich mehr verdiene, werde ich reich”
Aber ab einem gewissen Punkt ist die Struktur wichtiger als die Höhe des Gehalts.
Denn wie gerade schon erklärt, ist es oft günstiger, Geld nicht in die private Sphäre zu bringen und dabei eine hohe Steuerlast auszulösen, sondern auf Unternehmensebene weiterarbeiten zu lassen.
Hat man hier eine Struktur, die zu einem selbst gut passt, kann man wirklich viel an Steuern sparen.
Wichtig ist aber: Solche Strukturen kosten Geld.
Wenn wenig Geld in solchen Strukturen steckt, fressen die Kosten die Vorteile gut und gerne auf.
Je mehr Geld aber drinsteckt, desto kleiner wird der Kostenfaktor im Verhältnis.
Und deshalb ist es für Reiche oft sinnvoll, solche Strukturen zu nutzen.
Legale Gestaltung
Auch wenn Steuerhinterziehung definitiv auch in reichen Kreisen ein Thema ist, weil es einfacher wird, Spuren zu verwischen, je komplexer Unternehmensstrukturen sind, bedeutet Steuergestaltung NICHT automatisch Steuerhinterziehung.
Der Unterschied ist: Wer Geld hat, kennt die Regeln — oder hat Leute, die sie kennen.
Und wer Geld hat, kann sich die Berater und die Unterhaltskosten für komplexe Steuersparmodelle leisten, die auch über Deutschlands Grenzen hinaus gehen.
Reiche sind finanziell dazu in der Lage, nicht nur das deutsche Steuerrecht optimal auszunutzen, sondern sich auch Regelungen in anderen Staaten und internationale Vereinbarungen wie Doppelbesteuerungsabkommen zu Nutze zu machen.
Als Otto-Normal-Verbraucher funktioniert das einfach nicht.
Klar ist aber auch: Wir reden hier von wirklich superreichen Menschen.
Durch den progressiven Einkommensteuertarif und einige andere steuerliche Reglungen beispielweise bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer ist es schon so, dass erst mal die, die sehr wenig haben, auch relativ weniger Steuern zahlen als Menschen, denen es finanziell gut geht.
Aber irgendwann kippt das und es entstehen Konstellationen, in denen irre reiche Menschen eine einstellige oder niedrige zweistellige Steuerbelastung haben – einfach nur weil sie wissen, wie.
Findest Du das einfach nur unfair oder smart?
Wen siehst Du da in der Verantwortung – den Gesetzgeber oder die, die die Gesetze im legalen Rahmen für sich nutzen?
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Hinweis: Bei unseren Videos und Beiträgen handelt es sich nicht um steuerliche Beratung. Auch erheben unsere Videos und Beiträge keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir formulieren hier einfach und verständlich, daher erheben wir auch keinen Anspruch auf steuerrechtlich vollkommen korrekte Begrifflichkeiten. Für steuerliche Beratung wendet euch bitte an euren Steuerberater.




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